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Vegetative Gestecke

Vegetative Gestecke

Die Regeln für die vegetative Gestaltungsart sind aus der Natur ableitbar. Ein vegetatives Gesteck muss wirken, als sei es eher natürlich entstanden als künstlich gestaltet. Dabei gelten sinnvolle Einschränkungen, soweit sie technisch erforderlich sind. Vor allem können die Gefäße als künstlich hergestellte Gegenstände nicht völlig natürlich wirken. Die Regeln lauten:

Nicht-natürliche Schmuckmittel dürfen nicht verwendet werden. Diese Regel ist selbstverständlich, denn Künstliches kann nicht natürlich sein. Natürlich aussehende, künstliche Gestaltungsmittel, z. B. künstliche Früchte, können aus technischen oder betriebswirtschaftlichen Gründen durchaus eingesetzt werden.
Die Gefäße sollen naturhaft wirken oder möglichst unauffällig sein. Sie übernehmen die Funktion eines Ausschnitts des Erdbodens, auf dem die Blumen gewachsen sein könnten. Das ist nur bedingt möglich, wenigstens sollte aber die Farbigkeit erdig sein. Raue Texturen, organisch geschwungene Formen und flache Schalen sind besonders günstig. Die Regeln für die vegetative Gestaltungsart sind aus der Natur ableitbar. Ein vegetatives Gesteck muss wirken, als sei es eher natürlich entstanden als künstlich gestaltet. Dabei gelten sinnvolle Einschränkungen, soweit sie technisch erforderlich sind. Vor allem können die Gefäße als künstlich hergestellte Gegenstände nicht völlig natürlich wirken.
Die Ordnungsart Asymmetrie wirkt besonders natürlich, denn eine Gruppe von natürlich wachsenden Pflanzen ist meist asymmetrisch geordnet. Eine symmetrische Wirkung ergibt sich nur dort, wo gleiche Pflanzen großflächig nebeneinander stehen, wie bei einer Wiese.
Der natürliche Wuchs muss als Bewegungsform beachtet werden. Dies bestimmt die Position und Richtung der Werkstoffe im Gesteck. Auch die entsprechenden Freiräume müssen erhalten bleiben, denn der Eindruck, dass die Pflanze hier weiter wachsen könnte, soll entstehen.
Die Geltungsansprüche der Werkstoffe müssen erfüllt werden. Da sie weitgehend aus der Erscheinung der Pflanzen in ihrem natürlichen Umfeld abgeleitet werden, sind sie für eine wuchshafte Wirkung unverzichtbar. Hierbei spielt die Position der Werkstoffe im Miteinander der Pflanzen eine große Rolle.
Die Pflanzensoziologie ist zu beachten. Entscheidend ist nicht ein genaues Abbild der Natur, sondern ob die verwendeten Werkstoffe so in der Natur zusammen gewachsen sein könnten. Der Regenwald-Charakter eines Gestecks ist z. B. wichtiger als die Frage, ob eine Orchidee aus Südostasien oder Südamerika stammt.
Die Gestaltung der Basis muss naturhaft erscheinen. Für ihre Ausgestaltung müssen Gestaltungsmittel gewählt werden, wie sie im Umfeld der verwendeten Werkstoffe in der Natur vorkommen, z. B. trockenes Laub, Wurzeln, Steine und Moos.
Natürliche Entwicklungsphasen der Werkstoffe sind wichtig. Entsprechend den natürlichen Bedingungen sind Blüh- oder Fruchtstadien ebenso zu beachten, wie das tatsächliche jahreszeitliche Vorkommen der Blumen. So blühen Sonnenblumen und Narzissen zwar im selben Bauerngarten, jedoch nicht Die Auswahl und die asymmetrische Gruppierung der Werkstoffe bedingen bereits eine vegetative Wirkung. Besonders wichtig ist zusätzlich eine natürlich erscheinende Gestaltung der Basis.

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