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Aus- & Weiterbildung

Gesteck im Detail

Gestecke: Die Basics

Während wir im letzten Teil die Qualität der Werkstoffe, Gefäße und die Steckhilfen, die bei Gestecken eingesetzt werden, besprochen haben, dreht es sich heute um die Stecktechnik an sich – zentrales Wissen für die Floristen-Prüfung.

Das Wässern des Steckschaums

Zunächst wird der Steckschaum gewässert, wofür die Ziegel in einer ausreichend großen Wanne auf die Wasseroberfläche gelegt werden. Sie sinken dann ein uns nehmen währenddessen Wasser auf. Keinesfalls darf der Steckschaum untergetaucht oder mit Wasser übergossen werden – dann würden nur die äußeren Poren Wasser aufsaugen und die in den inneren Poren befindliche Luft könnte nicht mehr entweichen. Damit bliebe der Steckschaum im Inneren trocken, die Werkstoffe würden verwelken.

Das Zurechtschneiden

Der gewässerte Steckschaum wird nun passend zurechtgeschnitten, sodass er in das gewählte Gefäß passt. Einerseits soll er das Gefäß gut ausfüllen, andererseits muss er Platz lassen, um später leicht Wasser nachfüllen zu können. Bei einem vollständig mit Steckschaum gefüllten Gefäß würde das Wasser sofort seitlich ablaufen. Außerdem sollte der Steckschaum bis zum Boden des Gefäßes reichen – andernfalls entsteht dort ein luftgefüllter Hohlraum. Stiele die dort enden, können kein Wasser aufnehmen.

Das Einsetzen ins Gefäß

Der Steckschaum kann jetzt mit etwas Druck in das gewählte Gefäß gesetzt werden. Der Druck muss groß genug sein, damit der Schaum gut sitzt, aber nicht zu fest, denn sonst zerstört man die feinporige Oberfläche. Die obere Schicht wird dann gummiartig und lässt sich schlechter mit feinen Stielen durchstechen. Bei Gefäßen, die kein Wasser halten oder davon beschädigt werden können, muss der Steckschaum zunächst mit ausreichend fester Folie umhüllt werden. Sollen mehrere Steckschaum-Ziegel für ein besonders großes Gesteck zusammengehalten werden, kommt Maschendraht zum Einsatz. Diese Methode eignet sich auch zur Verstärkung des Steckschaums, wenn beispielsweise besonders schwere Werkstoffe eingesetzt werden.

Abschließend, sobald der Steckschaum seinen Platz im Gefäß hat, müssen Kanten und Ecken schräg beigeschnitten werden. Der Steckschaum darf nämlich keinesfalls über den Gefäßrand ragen, denn hier würde Wasser runtertropfen, darüber hinaus soll in der Regel eher eine runde und keine eckige Basis gestaltet werden.

Gesteck
Steckschaum Stiel einsetzen

Das Einsetzen der Werkstoffe

Damit die Werkstoffe Halt im Steckschaum finden und Wasser aufnehmen können, müssen sie in passender Länge schräg angeschnitten werden. Der schräge Anschnitt sorgt dafür, dass die Stiele leichter in den Steckschaum gesetzt werden können. Ein gerader Anschnitt würde eher dafür sorgen, dass die Schaumstruktur zerdrückt wird. Übrigens: Bei besonders dicken oder besonders weichen Stielen kann ein entsprechendes Loch mit einem Stab vorgebohrt werden – wegen des Halts darf das Loch aber nicht zu groß sein. Bei der Stiellänge ist zu beachten, dass der Stiel wegen der Festigkeit ausreichend tief eingesteckt werden sollte. Zu tiefes Einstecken ist aber zu vermeiden, besonders wenn viele Stiele verarbeitet werden, die sich dann im vollen Steckblock stören würden. Außerdem müssen alle, an den Stielenden befindlichen Verdickungen, wie die Nodien von Nelken, entfernt werden, weil diese verdickten Stielenden größere Löcher im Steckschaum entstehen lassen. Das kann den Halt beeinträchtigen.

Zu beachten ist auch, dass sich beispielsweise Orchideen, Christrosen oder Alpenveilchen nicht für die direkte Verarbeitung im Steckschaum eignen – ihre Saugkraft ist zu schwach. Sie müssen in wassergefüllte Röhrchen gegeben werden, die ihrerseits in den Steckschaum eingefügt werden.

Die Gestaltung

Nun werden die wesentlichen Richtungen des Gestecks ausgearbeitet und gestaltet – die senkrechte Mitte und einige seitliche und abfließende Bereiche geben die spätere Außenform bereits vor. Die unteren seitlichen Blätter werden nun eingesteckt, da diese Bereiche später kaum noch erreichbar sind. Die Basis muss auch vollständig ausgestaltet sein, bevor Zwischenräume ausgesteckt werden.

Wenn alles gestaltet und die Basis kaschiert ist, wird Wasser bis zum maximalen Aufnahmefähigkeit des Gefäßes aufgefüllt.

Gesteck Variante
Gesteck Variante in runder Form

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